Presse-Text:

Dr. Thomas Oberender ist ein deutscher Kurator, Festivalmacher und Autor. Seine Arbeit ist geprägt von dem Versuch, politische und ästhetische Prozesse zusammen zu denken und legt einen Schwerpunkt auf neue Formate und intellektuelle Transformationsprozesse. Er prägte als künstlerischer Direktor die Programme der Berliner Festspiele / Gropius Bau, der Salzburger Festspiele als Theaterdirektor, als Co-Direktor des Zürcher Schauspielhauses und das experimentelle Literaturprogramm der Ruhrtriennale unter Gerard Mortier. Die Ausstellungen «Philippe Parreno: Gropius Bau 2018» wurde zur Ausstellung des Jahres gewählt und sein Projekt «Down to Earth» erhielt 2021 den «Segal centre award for civic engagement in the arts» in New York. Eine enge Zusammenarbeit und Publikationen verbinden ihn u.a. mit Künstlern wie Thomas Demand, Ed Atkins, Susanne Kennedy, Tino Sehgal, Vegard Vinge und Ida Müller, Cyprien Gaillard, Ilya Krhrzhanovskiy und Philippe Parreno. Zu seinen Veröffentlichungen zählen das in Athen entstandene Buch «Empowerment Ost», das Gesprächsbuch mit dem Dramatiker Peter Handke «Haupteingang oder Nebeneingang» und «Changes», ein Buch über Zukunftsimpulse, erschienen in Berlin 2021. Aktuell ist er Präsidiumsmitglied des Goethe Instituts Deutschland, Juryvorsitzender der Goethe-Medaille und künstlerischer Projektentwickler des deutschen Stifters Jan Fischer.    

 

CV:

Thomas Oberender, geb. 1966 in Jena, lebt in Berlin und Athen. Von 2012-2021 künstlerischer und geschäftsführender Direktor der Berliner Festspiele / Gropius Bau. Er gründete die mehrjährigen Formate «Immersion» und «The New Infinity», das Planetarien für die Arbeiten von Künstler*Innen des digitalen Zeitalters geöffnet hat. In kuratorischen Teams gestaltete er zeitbasierte Ausstellungen wie «Limits of Knowing», «Welt ohne Aussen», «Down to Earth» im Gropius Bau und «The Sun Machine Is Coming Down» 2021 im Berliner ICC. Zuvor war er Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele und Co-Direktor des Schauspielhauses Zürich. Er promovierte 1999 über Botho Strauß und war 1997 Mitbegründer der Autorentheatervereinigung «Theater neuen Typs». Er veröffentlichte Stücke, Kritiken und Essays über Künstler sowie politische und ästhetische Transformationsprozesse. Arbeit als Berater für staatliche Institutionen und Personen.  

Lehraufträge, Vorträge und Workshops: Universität der Künste Berlin, Ruhruniversität Bochum, Mozarteum Salzburg, Goethe Institut, Bergen Festival, International Theatre Institut ITI, Tate Modern, Tokyo Arts Council, Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Sachsen, Impulstanz Wien, Maximilian Ludwig Universität München, Salzburg Global Seminar, Wiener Burgtheater, Netherlands Theatre Festival, MMK Frankfurt, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Avtonomi Akademia Athens, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Universität Zürich 

1995 Frankfurter Autorenpreis, 2000 Deutschen Jugendtheaterpreis, 2011 «Stadtsiegel der Landeshauptstadt Salzburg in Gold» und «Goldenes Ehrenzeichen» des Landes Salzburg, 2019 «Ausstellung des Jahres» für «Gropiusbau 2018» von Philippe Parreno. Die Ausstellung «Down to Earth» erhielt 2021 den «Segal centre awards for civic engagement in the arts» in New York.