Sehr geehrte Damen und Herren, 

es ist zwar nicht so, als würden Erinnerungsbilder an die DDR erst in diesem Jahr eine Rolle im Werk von Norbert Bisky spielen, aber diese Ausstellung, die anlässlich des dreißigsten Jubiläums der Maueröffnung an zwei Orten gleichzeitig entstand, führte bei diesem Maler, der heute ein Jahr älter ist als sein Vater zum Zeitpunkt der Maueröffnung, zu einer ungewöhnlichen Dichte der Erinnerung. Wir sehen uns umgeben von der Kristallisation eines Werkkomplexes, der sich dezidiert dieser Einstrahlung des Ostens in sein Schaffen widmet – an einem Ort, wo der Blick aus dem Fenster auf die Glienicker Brücke, die ein Symbol der deutschen Teilung war, die malerischen Bilder fortschreibt und in sie aufgenommen wurde, als seien sie in dieser Galerie gemalt worden.