«Festspielsalon»

 

Schloss Leopoldskron, große Halle

 

Max Reinhardt hat Schloss Leopolskron 1919 gekauft und über zwei Jahrzehnte zu seiner vielleicht eindrucksvollsten Inszenierung werden lassen - der verfallene, barocke Prachtbau blühte unter seiner Hand wieder auf, hier wurde Theater gespielt, fanden mondäne Feste statt und zahllose Begegnungen zwischen Künstlern und Produzenten. Der «Festspielsalon» knpüfte an die Geschichte dieses für die Festspiele bedeutsamen, aber über 60 Jahre verschlossenen Ortes wieder an. Reinhardts Witwe Helene Thimmig gab das Schloß in amerikanische Besitz, wodurch es fortan zur Heimat des American Global  Seminar und seiner Studenten aus aller Welt wurde. Für die Salzburger Bürger, ihre Festspielgäste und Künstler wurde es erst durch die Unterstützung von Timothy Ryback und die somit neu entstehende Verbindung zum Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele wieder zugänglich. Der «Festspiel Salon» sollte an die Reinhardtsche Tradition der geselligen und liberalen Begegnung anknüpfen, wie er sie als einer der Festspielgründer und Hausherr generös und inspirierend vorgelebt hatte. Bei den neu gegründeten Salons begrüßte ein in Salzburg gecastetes und verblüffend ähnliches Double Max Reinhardts die Gäste im Salon seines Schlosses und an mehreren Abenden pro Festspielsaison wurde das Programm von einigen aufführenden Künstler vorgestellt und mit Intellektuellen und Künstlern anderer Disziplinen diskutiert. Salondame war Uta Grünberger und gesprochen haben u.a. Thomas Thieme, Thomas Demand, Moritz von Uslar, Daniel Kehlmann, Josef Vogl oder Peter von Becker. Der Salon wurde über mehrere Jahre fortgesetzt und 2010 und 2011 von Aufführungen des Shakespearschen «Sommernachtstraum» im Park von Schloss Leopoldskron verbunden, welche in Zusammenarbeit zwischen den Festspielen, dem Mozarteum und der Gärtnerei Doll entstanden.